Zahnarzt Augsburg
AllDent Team

Diagnostik mit Intraoralkameras

Mehr als bloßes Zahn-TV

Was Intraoralkameras diagnostisch und in der Patientenkommunikation leisten

Viele halten Intraoralkameras immer noch für eine Art Spielzeug. Dabei sind gut anwendbare und leistungsstarke Geräte wertvolle diagnostische Hilfsmittel. Darüber hinaus bedeuten sie ein beachtliches Plus in der Patientenkommunikation, denn Menschen sind und bleiben Augenwesen. Wenn der Patient den gleichen Blick auf Zähne und Zahnfleisch bekommt wie der Behandler, lassen sich Erkrankungen, Therapien oder auch nur Nachlässigkeiten in der häuslichen Mundhygiene bestens demonstrieren und erklären.

Gerade bei einer Erstuntersuchung, aber auch bei der pro-fessionellen Zahnreinigung (PZR) ist dies relevant. Das schafft Vertrauen und stärkt die Kompetenz des Behandlers. Kein Patient muss sich mehr blind auf eine Diagnose verlassen. Visualisierungen tragen dazu bei, dass man sich tendenziell leichter für eine Behandlung entscheiden oder ein Ergebnis besser würdigen kann. Weil Herausforderungen und auch die ästhetischen Aspekte viel anschaulicher werden, bekommt der oftmals ungeliebte Termin beim Zahnarzt ganz neue  Perspektiven.
Eine Intraoralkamera ist also mehr als bloßes Zahn-TV. Videos oder Bilder aus dem Mund werden in Echtzeit als Quadran-ten, Zahn- oder Makroaufnahme auf einen Monitor proji-ziert, können gezoomt, nebeneinandergestellt und verglichen  werden. Da Strukturen und krankhafte Vorgänge im Mund-raum meist klein und mit dem bloßen Auge relativ schwer zu sehen sind, helfen aussagekräftige, vergrößerte Aufnahmen. Totalen oder quadrantenweise Darstellungen sind ebenfalls möglich.

Einfach ist Pflicht

In kleineren Praxen sind Intraoralkameras eher noch un üblich. Bei AllDent sind sie Standard, nicht nur im brandneuen Zahn-zentrum in Augsburg. Leichte Bedienung, ergonomische Gestaltung, geringes Gewicht sowie einfache Reinigung und Desinfektion sind ein Muss. Bei den verwendeten Modellen moniCAM PX-520 und Carestream Dental CS 1500 arbeitet man mit hygienischen Einmal-Schutzhüllen. Sobald die Handhabung komplizierter wird, ist die Com-pliance dahin, diesmal aber beim Personal. Ich schätze an den Kameras beispielsweise die gute Vorheizung – damit nichts beschlägt – den ordentlichen Autofokus, hohe Auflösung, gute Tiefenschärfe, geringe Verzerrung sowie die Farbtreue. Die Ausleuchtung ist durch leistungsstarke LEDs gewähr-leistet. Der Drucksensor ermöglicht beim Auslösen verwack-lungsfreie Standbilder.

Fazit

Intraoralkameras machen Bilder, mit denen sich Ärzte, Fach-personal und Patienten gleichermaßen ein Bild machen  können. Im Patientengespräch heißt es dann von Seiten des Arztes oder der Prophylaxekraft nicht mehr: So nimmt man den Patienten mit ins Boot, klärt bestens auf und nimmt die genannten Vorteile eines diagnostischen Hilfsmittels mit. Wie es im Volksmund so schön heißt: Ein Bild sagt mehr als  tausend Worte.

Von Dokumentation bis Fallbesprechung

Die zierliche Kamera, etwa so groß wie eine elektrische Zahn-bürste, erfasst auch Bereiche, die ansonsten schwer zu sehen sind. Die Einsatzgebiete sind äußerst vielseitig und reichen von Karies, Zahnfleischentzündung und Parodontitis, potenti-ell undichten Füllungen und kleinen Zahnschmelzrissen über Zahnfehlstellungen und Verfärbungen bis hin zu Schleim-hautveränderungen. Bilder und Videos können nicht nur direkt am Stuhl betrach-tet und ausgewertet, sondern auch gespeichert werden. Dies erleichtert die Dokumentation von Befunden, Fallbespre-chungen mit Kollegen, die Verlaufskontrolle, weiterhin die Planung von restaurativen oder prothetischen Versorgungen, die Kommunikation mit dem Zahnlabor, chirurgischen oder endodontischen Behandlungen. Bei AllDent arbeiten die PZR-Kräfte standardmäßig mit den Intraoralkameras, die überall in den zahnärztlichen Behandlungseinheiten integriert sind. So lassen sich Schwachstellen bei der Zahnpflege sehr gut verdeutlichen. Der Vorher-Nach-her-Effekt ist für die Patienten oft sehr beeindruckend. Mit Hilfe der Visualisierung lässt sich somit die häusliche Mund-pflege längerfristig positiv beeinflussen. Patienten-Com-pliance heißt das dann neudeutsch.

Text und Bilder von:

Dr. Ralf Preisler
Oberarzt

AllDent Zahnzentrum Augsburg

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